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Das Geldprinzip / 4 Min. Lesezeit

Zinseszins verstehen: Wenn dein Ertrag mitarbeitet

Warum Zeit und Wiederanlage wichtig sind. Mit Rechenbeispiel und den Grenzen des Modells.

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Der Unterschied zum einfachen Zins

Beim einfachen Zins wird nur das Anfangskapital verzinst. Beim Zinseszins bleiben die Erträge angelegt und erwirtschaften selbst weitere Erträge. Der Unterschied wird mit der Zeit größer, sofern die angenommene Verzinsung positiv bleibt. Das Prinzip kann auch bei Schulden wirken und ihre Belastung erhöhen.

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Die Rechnung Schritt für Schritt

Aus 1.000 Euro werden bei konstanten 5 % nach einem Jahr 1.050 Euro. Nach zwei Jahren sind es 1.102,50 Euro. Nach zehn Jahren ergibt das Modell rund 1.628,89 Euro. Bei einfachem Zins wären es nach zehn Jahren nur 1.500 Euro. Alle Zahlen gelten vor Kosten, Steuern und Inflation.

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Die Formel ohne monatliche Einzahlungen

Für jährliche Verzinsung lautet die Formel Kₙ = K₀ × (1 + r)ⁿ. K₀ ist das Anfangskapital, r der jährliche Zinssatz als Dezimalzahl und n die Zahl der Jahre. Für 5 % setzt du r = 0,05 ein. Bei zusätzlichen Einzahlungen kommt ein weiterer Rechenschritt hinzu, weil jede Einzahlung unterschiedlich lange angelegt ist.

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Was regelmäßige Einzahlungen verändern

Eine Einzahlung am Monatsanfang hat einen Monat länger Zeit als eine Einzahlung am Monatsende. Unser Rechner verwendet Einzahlungen am Monatsende und leitet aus dem angenommenen effektiven Jahreszins einen monatlichen Zinssatz ab. Er trennt dein eingezahltes Kapital vom modellierten Ertrag, damit du den Effekt nachvollziehen kannst.

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Warum eine Börsenrendite keine feste Verzinsung ist

An der Börse verlaufen Erträge ungleichmäßig und können negativ sein. Ein Plus von 20 % und anschließend ein Minus von 20 % heben sich nicht auf: Aus 100 Euro werden erst 120 und danach 96 Euro. Ein konstanter Zinssatz im Modell bildet solche Schwankungen nicht ab.

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Rechnen und richtig einordnen

Teste unterschiedliche Laufzeiten und Zinssätze, statt dich auf ein einziges Ergebnis zu verlassen. Der Rechner ist ein Lernwerkzeug, keine Prognose. Für die tatsächlich verfügbare Kaufkraft spielen Gebühren, Besteuerung und Inflation eine zusätzliche Rolle. Ein mathematischer Endbetrag ist deshalb nicht mit garantiertem zukünftigen Vermögen gleichzusetzen.

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