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Geldanlage verstehen / 4 Min. Lesezeit

ETF oder Aktie: Was ist der Unterschied?

Ein Unternehmen oder ein ganzer Korb? Verstehe die Unterschiede bei Streuung, Kosten und Risiko.

01

Ein Anteil, unterschiedliche Beteiligungen

Mit einer Aktie beteiligst du dich an einem einzelnen Unternehmen. Bei einem ETF kaufst du einen Fondsanteil. Der Fonds kann viele Wertpapiere halten. Ein breit gestreuter Aktien-ETF verteilt dein Geld dadurch auf mehrere Unternehmen. Ein ETF ist allerdings nur eine Produkthülle: Ein enger Branchenfonds oder ein komplexes Hebelprodukt kann wesentlich konzentrierter und riskanter sein.

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Streuung: Entscheidend ist, was drinsteckt

Die Insolvenz eines einzelnen Unternehmens kann seine Aktie nahezu wertlos machen. In einem breit gestreuten Fonds fällt dieser Verlust nur anteilig ins Gewicht. Ein allgemeiner Marktrückgang trifft aber auch einen Aktien-ETF. Prüfe daher die enthaltenen Unternehmen, Länder, Branchen und größten Positionen. Mehrere ETFs können sich stark überschneiden.

03

Kosten: Mehr als die Ordergebühr

Bei beiden Produkten können Kaufgebühren, Verkaufskosten und ein Geld-Brief-Spread entstehen. Bei Fonds kommen laufende Kosten hinzu, die bereits im Anteilwert wirken. Die TER zeigt bestimmte laufende Kosten, aber nicht alle. Bei einem Indexfonds hilft auch der Vergleich zwischen Fondsrendite und Indexrendite. Ein niedriger Aktienpreis sagt dagegen nichts darüber aus, ob das Unternehmen günstig bewertet ist.

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Erträge: Ausschüttung ist nur ein Teil

Aktien können Dividenden zahlen; ETFs können Erträge ausschütten oder wieder anlegen. Entscheidend ist die Gesamtrendite aus Kursentwicklung und Erträgen nach Kosten. Ein thesaurierender Fonds erleichtert die Wiederanlage, während ein ausschüttender Fonds Geld auszahlt. Die steuerliche Behandlung hängt von deinem Land und dem jeweiligen Produkt ab.

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Vier Fragen vor einem Vergleich

Welchen Markt oder welches Unternehmen willst du abbilden? Wie stark konzentriert sich die Anlage? Wann brauchst du das Geld wieder? Welche Verluste kannst du finanziell tragen? Erst danach lassen sich Produkte sinnvoll vergleichen. Kurzfristig benötigtes Geld gehört nicht allein deshalb an die Börse, weil ein Produkt leicht handelbar ist.

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Ein Beispiel ohne Renditeversprechen

Du legst beispielhaft 1.000 Euro in eine einzige Aktie an. Dein Ergebnis hängt stark von diesem Unternehmen ab. Ein breit gestreuter Fonds kann denselben Betrag auf viele Unternehmen verteilen. Das reduziert das einzelne Unternehmensrisiko, garantiert aber weder positive Renditen noch den Erhalt deines Kapitals. Beide Varianten können an Wert verlieren.

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